Study

KI-Nutzung im Studium

Selbstverständlich beschäftigt uns das Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der Fachrichtung Game Design stark. Im Folgenden legen wir unsere Haltung im Umgang mit der Technologie für den BA Major Game Design offen.

Definition

Teminologisch kann KI breit ausgelegt werden. Daher ist eine definitorische Abgrenzung notwendig. Im Unterricht unterscheiden wir grundsätzlich zwischen zwei Bereichen:

Klassische KI — Das Programmieren von autonomem Verhalten, beispielsweise für Systeme oder NPCs (Nicht-Spieler-Charaktere) in Videospielen, ist ein fester Bestandteil unseres Lehrangebots im BA Major Game Design.

Generative KI (GenAI) — GenAI kann neue Inhalte generieren, darunter fallen Grafiken und Bewegtbild ebenso wie Texte oder Code.

Welche Regeln gelten im Studium?

Das Lehrpersonal verfolgt die Entwicklungen von GenAI aufmerksam und evaluiert Möglichkeiten der verantwortungsvollen Nutzung für das Lehrangebot. Folgende Regeln und Empfehlungen können wir aus Sicht des BA Majors Game Design für den Einsatz in der Unterrichtspraxis aussprechen.

– Nutzung ist erlaubt:
Der Einsatz von GenAI ist im Studium erlaubt, sofern er – gemäss dem KI-Merkblatt der ZHdK – korrekt deklariert wird.

– Grundlagen kommen vor KI:
Die Fachrichtung Game Design bietet im BA Major Game Design eine generalistische Ausbildung an. Als Bildungseinrichtung mit gestalterischem Fokus erscheint uns die Vermittlung und der Erwerb von grundständigem disziplinären Wissen als unabdingbar. Erst nach der Festigung handwerklicher Expertise ist die intensive Nutzung von KI sinnvoll. Denn wer fundierte Fachkenntnisse mitbringt, kann gute von schlechten Resultaten unterscheiden und hat damit gegenüber Laien einen klaren Vorteil. Daher vermittlen wir unseren Studierenden beispielsweise weiterhin die Grundlagen von Programmierung und gestalterischen Entwicklungsprozessen.

– Eigene Handschrift entwickeln:
Die Entwicklung einer eigenständigen, individuellen Handschrift ist ein erklärtes Ziel der Ausbildung im BA Major Game Design. Die Stilfindung und -schärfung erfordert Zeit, Begleitung und unbedingt auch einen kritischen Umgang mit GenAI.

– Gezieltes Experimentieren:
Sind die Grundlagen gefestigt, bieten ausgewählte Lehrmodule Raum für konzeptionelle, gestalterische wie technologische Experimente. Neben anderen Themen wird im Zuge dieser Unterrichtseinheiten auch «Vibe Coding» – also die Softwareentwicklung mit Prompts – erprobt und diskutiert.